Hardwarekrams Update

Die Teile waren tatsächlich gestern im Briefkasten. Also habe ich abends den Lötkolben angeworfen, das Wah seziert und einen neuen DPDT-Schalter eingebaut (True Bypass, Baby!) und auch gleich das kratzende Poti ausgetauscht – gegen ein neues original verschweisstes Hotpotz II – was genau an der gleichen Stelle knackt/kratzt, wie das, was schon drin war. ??? – Ziemlich genau am „Sweep Spot“, also da, wo der Ton so schön umkippt, macht es leise, aber vernehmlich „kkrrzt“. Arghhhhhhhhhhhhhhhh.

Hm. Wo ich den Lötkolben schon so schön am Glühen hatte, habe ich auch noch meinen TS-9 auf 808 specs umgebaut – ich hatte mir vor Jaaaahren mal einen umgebauten TS-9 von Analogman schicken lassen, war hellauf begeistert – und bekam das Ding geklaut, damals, als unser Proberaum aufgebrochen und ausgeräumt wurde. Nochmal wollte ich mir den Stress mit Zoll und Versand und so nicht geben, und hatte mir damals dann nur das Umbau-Kit von Analogman besorgt – und es jahrelang in der Schublade liegen lassen. Gestern war es dann soweit. Nachts um zwei war ich mit der Löterei und den Nerven fertig – gaaanz leise Wohnzimmertests anbetracht der Uhrzeit und der Nachbarn zeigten, dass der TS-9 die OP gut überstanden hat. Mal schauen, wie er sich im Proberaum macht. :-)

 

Forced G.A.S.

Bei der vorletzten Probe hat sich meine innig geliebte DW 7000er Fussmaschine verabschiedet. Die Kettenaufhängung, die die letzten 4 Jahre eh schon angeschlagen war zerbarst. 8 Jahre hielt sie mir die Treue, hat so einiges an Konzerten erlebt und viele Proberäume gesehen und viele Bassdrumfelle zerlöchert.

Heute hieß es dann Abschied nehmen – bei Cream Music in der Hinterhofmülltonne, nachdem ich dem Verkäufer die noch brauchbaren Schrauben und Federn für Mittellose überlassen haben. Eine Reparatur schien ausweglos, weil anscheinend doch mehr Teile der Kettenaufhängung über die Jahre abhanden gekommen waren. So zumindest der Vergleich mit einem neuem Modell von DW.

 

Nach langem Beraten, Besprechen und über Fussmaschinen Philosophieren mit dem Fachkundigen Verkäufer entschied ich mich für die Pearl P 900, der bevorzugten Marke meines ewigen Groovemaster Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers.

Und als ich dort so im Keller zwischen den vielen Becken, Snaredrums, Drumsets und allem stand, fragte ich mich wo mein Extreme G.A.S. geblieben ist, das mich noch vor nicht allzu langer Zeit Stunden im Sound und Drumland verweilen ließ, um die neuesten Sachen zu testen und natürlich, nach kurzer Pseudobedenkzeit, zu kaufen. Wo ist es nur?

Ich freue mich somit also sehr auf die Probe am kommenden Dienstag

 

Coole Sache

Obwohl wir kaum proben, weil von Woche zu Woche was anderes dazwischen kommt, werden wir immer besser.

Und sonst so? – Meine Lieblingsgitarre war ja beim Onkel Doktor und hat neue Bünde bekommen. Der gute Lars Riemer hat dabei auch gleich mal den Hals und die Saitenlage entsprechend angepasst, und ich bin: Begeistert. Einmal mehr zeigt sich, wie krass Singlecoil-Pickups auf die Höhe der Saiten reagieren. Die Gitarre ist nun druckvoller, aggressiver als vorher. Ich bilde mir auch ein, dass sie an Sustain dazugewonnen hat.

Nach dem Umlötarbeiten hat sich das Wah zu einer wah-ren (hahah) Bestie entwickelt, da muss ich bei Gelegenheit noch mal ran, der Effektsound ist viel zu laut. Als Bass-Wah verwendet, geht es noch, aber mit der Gitarre ist es eigentlich nicht mehr zu verwenden. *hüstel*

Songwriting liegt im Moment etwas auf Eis, leider, ebenso wie Interesse an neuer Musik… gerade andere Prioritäten, aber ich hoffe und glaube, dass sich das bald wieder ändert.

 

GAS! – GAS? – Extreme GAS!!!

Bis vor einiger Zeit kannte ich den Begriff „GAS“ gar nicht. GAS? Keine Ahnung. Irgend so eine dämliche Abkürzung. Was hat das mit mir zu tun? Nix. Ich wusste nicht, dass „GAS“, also das „Gear Acquisition Syndrom“, eine bei Bassisten (und anderen Musikern) gefürchtete Zwangsneurose ist, unter deren Einfluss man sich immer wieder neues und teures Equipment zulegen muss. Seit ich wieder aktiv Musik mache, bekomme ich von Zeit zu Zeit heftige Anfälle von GAS, die mein Konto mit qualvollen Entsetzensschreien quittiert. Ich muss zugeben: ich bin ein Betroffener! Krank. Sehr krank. Unheilbar wahrscheinlich. Nix mehr zu retten. Und leider hat es mich heute schon wieder erwischt…

Was macht ein Bassist, der immer schon von den klassischen Bassformen angeekelt war, der die riesige Fender Kopfplatte und die überdimensionierten Mechaniken extrem hässlich fand, der den Sinn und Zweck von Pickguards nie verstanden hat, der mindestens zwei Pickups pro Bass benötigte, um einen vernünftigen Sound hinzubekommen, und der sich bei Viersaitern immer gefragt hat, wie man ohne H-Saite überhaupt spielen kann?

Genau:

Er entdeckt seine Liebe zum Fender Precision Bass. Viersaiter. Ein Pickup. Riesige Kopfplatte. Überdimensionierte Mechaniken. Pickguard. Ein Klassiker eben.

Natürlich habe ich ihn mir nur zum Ausprobieren bestellt und werde ihn nach kurzem Antesten direkt zum Händler zurückschicken. Logisch. Ich bin ja nicht krank. (roland)

 

if there’s enough sex and drugs …

SpOn schreibt heute, daß einer Studie zufolge jeder dritte Popsong von Drogen handelt.

Wie krass eigentlich, da muß ich heute abend auf der Probe gleich mal die Texte unserer Songs überprüfen und nötigenfalls ein ernstes Wort mit demjenigen sprechen, der für unsere Lyrics verantwortlich zeichnet.

Denn irgendwie, glaube ich, haben wir in diesem Themenfeld noch Nachholbedarf…